Die Gefahren des Lötrauchs: Worauf sollte man Kauf einer Lötrauchabsaugung achten?

In Lötrauch sind viele Schadstoffe enthalten, die die Gesundheit von Mitarbeitern stark schädigen können. Obwohl die gängigen Arbeitsschutzbestimmungen den Einsatz geeigneter Absaugungen zwingend vorschreiben, steigt an vielen Arbeitsplätzen immer noch ungehindert der Rauch auf.

Eindeutige Vorschriften, unzureichende Umsetzung

In vielen Unternehmen wird immer noch auf den Einsatz von geeigneten Lötrauchabsaugungen verzichtet. Teilweise aus Unkenntnis, oder weil man am sprichwörtlich falschen Ende sparen möchte. Gerne begnügt man sich hier mit kleinen, günstigen Filterventilatoren. Diese sind in Ihrer Filterleistung jedoch völlig unzureichend und meist ihr Geld nicht wert. Außerdem entsprechen sie nicht den notwendigen Vorschriften für geeignete Absauglösungen zum wirksamen Schutz der betroffenen Mitarbeiter (TRGS 528, BGI 790-014). Vielen Betrieben ist gar nicht klar, welche Belastung sie ihre Mitarbeiter beim Löten aussetzen.

Hier empfiehlt es sich einmal einen vollen Partikelfilter einer Lötrauchabsaugung anzuschauen. Ein Großteil dieser Partikel wäre ohne Absaugung in der Lunge gelandet. Dabei sind die Partikel, die mit dem Auge zu erkennen sind meist ungefährlicher, als die „unsichtbaren“ Feinstaubpartikel im Lötrauch.

Im Einzelnen sind im Lötrauch folgende Gefahrstoffe enthalten:

  • Grobstaub (mit dem Auge erkennbar)

  • Feinstaub (für das menschliche Auge „unsichtbar“)

  • gasförmige Bestandteile

Der Einsatz von bleifreien Loten ist dabei nicht gesundheitsschonender als bleihaltiges Lot, da dabei mehr Flussmittel beim Löten eingesetzt werden. Die erhitzten und verdampfenden Flussmittel sind als Partikel und Aerosole mit im Lötdampf enthalten. Manche Partikel, wie Aldehyde im Lötdampf gelten sogar als krebserregend. Weiterhin sind giftige Schwermetalle enthalten. Auch Kunststoffdämpfe der erhitzten Leiterplatten können mit eingeatmet werden.

Wie sollte eine geeignete Lötrauchabsaugung nun aussehen? Lötrauchabsaugung

Egal, ob Einzel- oder Mehrplatzabsaugung. Wichtig sind folgende Filter:

  • Ein Vorfilter für die groben Partikel, der in der Regel öfter gewechselt wird und gleichzeitig die Lebensdauer der nachfolgenden Filter verlängert.

  • Ein DIN genormter HEPA-Feinstaubfilter, der die unterschiedlichen gesundheitsschädlichen Feinstaubpartikel zuverlässig filtert.

  • Ein ausreichend großer Aktivkohlefilter, mit Aktivkohlegranulat, der die Gase und Dämpfe im Lötrauch filtert.

Die Leistung einer Absaugung sollte erfahrungsgemäß 100 m³/Std. je Arbeitsplatz nicht unterschreiten, um eine ausreichende Absaugwirkung zu erzielen. Außerdem ist eine optische oder akustische Warnanzeige für volle Filter bei den Geräten vorgeschrieben. Generell sollte spätestens einmal pro Jahr der Aktivkohlefilter gewechselt werden.

Geeignete Lötrauchabsaugungen finden Sie beispielsweise hier: Lötrauchabsaugung